Top-Themen

ALAN 2014

Artificial Light at Night (ALAN) Conference Second Annual Conference, 02 - 04/09/2014, Leicester, UK

Rückblick auf die ALAN Konferenz 2013

Einer der Plenarsprecherinnen, Dr. Karolina M. Zielinska–Dabkowska, veröffentlicht Ihre Eindrücke zu den Events während der ALAN Konferenz. Artikel auf Englisch.

Neue Publikation bei Verlust der Nacht

Lichtverschmutzung behindert Waldverjüngung in den Tropen - frucht fressende Fledermaus meidet Futteraufnahme in beleuchtete Habitaten!

IDA Dark Sky Defender Award 2013

Verlust der Nacht hat für die ALAN 2013 Konferenz die Auszeichnung von der Internationalen Dark-Sky Association erhalten!

Loss of the Night Network (LONNE)

Verlust der Nacht ist auch auf Europäischer Ebene vernetzt

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Chronobiologie

Tag-Nacht-Rhythmus
Das Leben auf der Erde unterliegt dem ständigen rhythmischen Wechsel von Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit. Unter natürlichen Bedingungen sind alle Rhythmen im Körper aufeinander und mit dem Tag-Nacht-Rhythmus abgestimmt. Hält man ein Tier jedoch im Dauerdunkel, weicht der Rhythmus geringfügig von 24 Stunden ab und nimmt eine eigene, im Körper entstehende Rhythmik an, die je nach Art zwischen 22 und 28 Stunden liegen kann. Diese Periodenlänge wird als zirkadian (lat.: etwa ein Tag) bezeichnet. Wir können diese Rhythmik mit einer inneren Uhr vergleichen, die etwas zu schnell oder zu langsam geht. Um die innere Uhr an die Umwelt anzupassen, brauchen wir periodisch auftretende, externe Signale, sogenannte Zeitgeber.


Licht als Zeitgeber
Der stärkste Zeitgeber ist das Licht. Bei Helligkeit sind die Menschen eher aktiv, während sich der Körper bei Dunkelheit regeneriert. Als Signal zum Umschalten zwischen Aktion und Regeneration dient das Hormon Melatonin, das ausschließlich in der Dunkelheit der Nacht in der Zirbeldrüse produziert wird, sodass seine Konzentration im Blut zunimmt und der Mensch müde wird. Licht hemmt die Produktion von Melatonin. Verringert sich der Unterschied in der Lichtintensität zwischen Tag und Nacht, wird das Signal schwächer. Dies kann dazu führen, dass die innere Uhr einzelner Organismen nicht mehr korrekt gestellt ist und somit die Synchronisation innerhalb der Organismen gestört wird, wie auch das chronobiologische Zusammenspiel mit der Umwelt. In Ökosystemen sind zirkadiane Rhythmen zudem essentiell für das Auffinden von Paarungspartnern oder Beutetieren und zum anderen für das Vermeiden von Nahrungskonkurrenten oder Fressfeinden.



Projekte zu diesem Forschungsfeld:


Das IfADo forscht zu dem Thema "Lichtverschmutzung – chronobiologische Wirkungen künstlicher Beleuchtungen auf den Menschen".