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ALAN III 2015

Die dritte Konferenz der ALAN (artificial Light at Night) tagt 2015 schon im Mai in Sherbrooke Kanada.

Verlust der Nacht App

Die App 'Verlust der Nacht' lädt zum Mitmachen ein. Wieviele Sterne kann man zählen? Hier kann man mithelfen, diese Frage wissenschaftlich zu beantworten.

City Night Time Lapse

Zeitraffer Videos zeigen die Veränderungen durch künstliches Licht während der Nacht an drei Standorten in Berlin.

VdN Dokumentation

Der Film zum Projekt ist jetzt online! Verlust der Nacht wird in 20 Minuten eindrucksvoll von Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann dargestellt.

Neue Publikation bei Verlust der Nacht

Lichtverschmutzung behindert Waldverjüngung in den Tropen - frucht fressende Fledermaus meidet Futteraufnahme in beleuchtete Habitaten!

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TP09: Lichtverschmutzung – Wirkung auf Fische

Physiologische Wirkungen künstlicher Beleuchtungen in der Nacht

Am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin (IGB) wird im Zuge des Teilprojektes 09 der Einfluss von künstlichem Licht in der Nacht auf die Physiologie von Fischen untersucht.

Fische werden im Verlauf ihres Lebens in den unterschiedlichsten Bereichen von Licht beeinflusst. Licht regelt die Ausschüttung von verschiedenen Hormonen, die zum Beispiel den Tag-Nacht-Rhythmus oder das Wachstum steuern. Aber auch essentielle Parameter wie die Reproduktion werden unter anderem durch Licht beeinflusst. So bewirkt die Veränderung der Tageslichtlängen zusammen mit anderen Faktoren, dass Sexualsteroide im Körper des Fisches ausgeschüttet werden und die Fortpflanzung einleiten.
Bekannt ist zum Beispiel, dass Lichtbarrieren die Laichwanderungen einiger Fische (z.B. Aale) behindern können. Bei kommerziellen Zuchtfischen (Lachsen/Forellen) wird durch kontinuierliches Licht beispielsweise die sexuelle Reifung unterdrückt, um das Wachstum zu fördern.

Künstliches Licht in der Nacht wäre demnach imstande, in verschiedene physiologische Prozesse einzugreifen.

Barsch und Plötze, zwei der häufigsten Fischarten in den deutschen Gewässern, haben sehr unterschiedliche Lebensweisen. Der Barsch ist ein tagaktiver Räuber, die Plötze ein Friedfisch, der noch geringe Lichtintensitäten nutzen kann und auch in der Dämmerung aktiv ist. Anhand dieser beiden Arten untersuchen wir im Labor den Einfluss verschiedener nächtlicher Lichtniveaus auf Hormone die einem Tag-Nacht-Rhythmus unterliegen (z.B. Melatonin) oder unter einem saisonalen Einfluß stehen (Reproduktionshormone). Anschließend sollen die daraus gewonnen Erkenntnisse in Freilandversuchen überprüft werden.

Bearbeiterin ist Anika Brüning
Leiter des Teilprojekts ist Prof. Dr. Werner Kloas