Top-Themen

ALAN 2014

Artificial Light at Night (ALAN) Conference Second Annual Conference, 02 - 04/09/2014, Leicester, UK

Rückblick auf die ALAN Konferenz 2013

Einer der Plenarsprecherinnen, Dr. Karolina M. Zielinska–Dabkowska, veröffentlicht Ihre Eindrücke zu den Events während der ALAN Konferenz. Artikel auf Englisch.

Neue Publikation bei Verlust der Nacht

Lichtverschmutzung behindert Waldverjüngung in den Tropen - frucht fressende Fledermaus meidet Futteraufnahme in beleuchtete Habitaten!

IDA Dark Sky Defender Award 2013

Verlust der Nacht hat für die ALAN 2013 Konferenz die Auszeichnung von der Internationalen Dark-Sky Association erhalten!

Loss of the Night Network (LONNE)

Verlust der Nacht ist auch auf Europäischer Ebene vernetzt

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TP03: Die Karriere des künstlichen Lichts in Berlin‐Brandenburg seit dem 19. Jahrhundert aus kultur‐ und umwelthistorischer Perspektive

Genese, Entwicklung und Wandel künstlicher Beleuchtungssysteme

Das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) untersucht die Entwicklung künstlicher Beleuchtungssysteme und des mit ihnen verbundenen "Verlusts der Nacht" aus kultur-, sozial- und umwelthistorischer Perspektive.

Auf der Basis einer empirisch-qualitativen Quellenanalyse von zeitgenössischer Literatur, Publizistik und Archivmaterial wird zum einen die Attraktivität und Verbreitung des künstlichen Lichts auf seine gesellschaftlichen Funktionen – und damit die Interessenslagen der Akteure – zurückgeführt. Hierzu zählen etwa die Verlängerung des Tages für ökonomische und kulturelle Aktivitäten, Sicherheitsaspekte, aber auch künstliches Licht als Wohlstandsindikator und Machtfaktor. Zum anderen sollen in exemplarischen Fallstudien die Brüche und Ambivalenzen im Paradigma des künstlichen Lichts als Symbol der Moderne beleuchtet werden. Hierzu gehören etwa Reaktionen auf den Ausfall des Lichts, Proteste gegen (Werbe-) Beleuchtung in städtischen und ländlichen Räumen, romantisierende Bilder der Nacht als Gegensatz zur (beleuchteten) Stadt oder die unterschiedliche Verwendung von Lichtinstallationen in verschiedenen politischen Systemen.

Durch die Analyse und Dokumentation positiver wie negativer Images von Nachtlandschaften will das Forschungsprojekt zu einem – auch räumlich – differenzierten Bild der Wahrnehmung und der Funktionen des künstlichen Lichts in historischer Perspektive kommen, für historisch entstandene technische und weltanschauliche Werthaltungen und Handlungsspielräume sensibilisieren sowie mögliche technische und weltanschauliche Pfadabhängigkeiten identifizieren. Die Untersuchung erfolgt in enger Abstimmung mit TP04 und TP05, die aus gegenwartsorientierter Perspektive den Wandel der gesellschaftlichen Funktionen, institutionellen Regelungen, Wahrnehmungen und Kosten des künstlichen Lichts betrachten.

Bearbeiterin ist Dr. Ute Hasenöhrl
Leiter des Teilprojekts ist Dr. Timothy Moss