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Schutz der Nacht, Tagung in Tutzing 07.-09.11.2014

In der Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing in Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Forschungsverbund 'Verlust der Nacht' gibt es Überblicke über Grundlagen und Probleme des Schutzes der Nacht.

Verlust der Nacht App

Die App 'Verlust der Nacht' lädt zum Mitmachen ein. Wieviele Sterne kann man zählen? Hier kann man mithelfen, diese Frage wissenschaftlich zu beantworten.

City Night Time Lapse

Zeitraffer Videos zeigen die Veränderungen durch künstliches Licht während der Nacht an drei Standorten in Berlin.

VdN Dokumentation

Der Film zum Projekt ist jetzt online! Verlust der Nacht wird in 20 Minuten eindrucksvoll von Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann dargestellt.

Neue Publikation bei Verlust der Nacht

Lichtverschmutzung behindert Waldverjüngung in den Tropen - frucht fressende Fledermaus meidet Futteraufnahme in beleuchtete Habitaten!

Termine
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TP03: Die Karriere des künstlichen Lichts in Berlin‐Brandenburg seit dem 19. Jahrhundert aus kultur‐ und umwelthistorischer Perspektive

Genese, Entwicklung und Wandel künstlicher Beleuchtungssysteme

Das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) untersucht die Entwicklung künstlicher Beleuchtungssysteme und des mit ihnen verbundenen "Verlusts der Nacht" aus kultur-, sozial- und umwelthistorischer Perspektive.

Auf der Basis einer empirisch-qualitativen Quellenanalyse von zeitgenössischer Literatur, Publizistik und Archivmaterial wird zum einen die Attraktivität und Verbreitung des künstlichen Lichts auf seine gesellschaftlichen Funktionen – und damit die Interessenslagen der Akteure – zurückgeführt. Hierzu zählen etwa die Verlängerung des Tages für ökonomische und kulturelle Aktivitäten, Sicherheitsaspekte, aber auch künstliches Licht als Wohlstandsindikator und Machtfaktor. Zum anderen sollen in exemplarischen Fallstudien die Brüche und Ambivalenzen im Paradigma des künstlichen Lichts als Symbol der Moderne beleuchtet werden. Hierzu gehören etwa Reaktionen auf den Ausfall des Lichts, Proteste gegen (Werbe-) Beleuchtung in städtischen und ländlichen Räumen, romantisierende Bilder der Nacht als Gegensatz zur (beleuchteten) Stadt oder die unterschiedliche Verwendung von Lichtinstallationen in verschiedenen politischen Systemen.

Durch die Analyse und Dokumentation positiver wie negativer Images von Nachtlandschaften will das Forschungsprojekt zu einem – auch räumlich – differenzierten Bild der Wahrnehmung und der Funktionen des künstlichen Lichts in historischer Perspektive kommen, für historisch entstandene technische und weltanschauliche Werthaltungen und Handlungsspielräume sensibilisieren sowie mögliche technische und weltanschauliche Pfadabhängigkeiten identifizieren. Die Untersuchung erfolgt in enger Abstimmung mit TP04 und TP05, die aus gegenwartsorientierter Perspektive den Wandel der gesellschaftlichen Funktionen, institutionellen Regelungen, Wahrnehmungen und Kosten des künstlichen Lichts betrachten.

Bearbeiterin ist Dr. Ute Hasenöhrl
Leiter des Teilprojekts ist Dr. Timothy Moss