Top-Themen

ALAN 2014

Artificial Light at Night (ALAN) Conference Second Annual Conference, 02 - 04/09/2014, Leicester, UK

Rückblick auf die ALAN Konferenz 2013

Einer der Plenarsprecherinnen, Dr. Karolina M. Zielinska–Dabkowska, veröffentlicht Ihre Eindrücke zu den Events während der ALAN Konferenz. Artikel auf Englisch.

Neue Publikation bei Verlust der Nacht

Lichtverschmutzung behindert Waldverjüngung in den Tropen - frucht fressende Fledermaus meidet Futteraufnahme in beleuchtete Habitaten!

IDA Dark Sky Defender Award 2013

Verlust der Nacht hat für die ALAN 2013 Konferenz die Auszeichnung von der Internationalen Dark-Sky Association erhalten!

Loss of the Night Network (LONNE)

Verlust der Nacht ist auch auf Europäischer Ebene vernetzt

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TP05: Die Kosten des Verlusts der Nacht

Eine ökonomische Analyse der Folgen nächtlicher Beleuchtung

Das Teilprojekt 05 wird am Institut für Stadt- und Regionalplanung (ISR) der Technische Universität Berlin sowie am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) durchgeführt und untersucht die Kosten des Verlusts der Nacht. Zu den Ineffizienzen und negativen Wirkungen übermäßiger nächtlicher Beleuchtung bzw. des Verlusts der Nacht gibt es eine Vielzahl von verstreuten Einzelstudien und Analysen von Einzelaspekten, insbesondere zu den für die Produktion von künstlicher Beleuchtung aufgebrachten Ressourcen und deren Verschwendung durch ineffiziente Systeme sowie zu verschiedenen Umweltwirkungen des nächtlichen künstlichen Lichts, z.B. auf Fische, Insekten, Vögel, den Schlaf von Menschen und die Folgewirkungen auf die Gesundheit. Ein Ansatz einer systematischen und kumulativen Erfassung der ökonomischen Wirkungen der künstlichen Beleuchtung im weiteren Sinne fehlt jedoch bisher.

Die negativen Folgen des künstlichen nächtlichen Lichtes müssen grundsätzlich aber auch den positiven Effekten von Licht (Erhöhung der Freiheitsgrade menschlicher Aktivität, insbesondere die Ermöglichung ökonomischer Aktivität in der Nacht, Image, Marketing, Sicherheit u.a.) gegenübergestellt werden. Sowohl die Kosten als auch die Nutzen des zunehmenden künstlichen Lichtes in der Nacht werden neben einer ausführlichen Literaturrecherche durch Expertengespräche und -workshops erhoben und nach Möglichkeit quantifiziert. Eine Zusammenarbeit findet aufgrund des breiten Themenspektrums mit allen anderen Teilprojekten statt.

Das ISR der TU Berlin als federführendes Institut in diesem Teilprojekt beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Veränderung gesellschaftlicher Zeitstrukturen und den Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und Stadt. Bei diesen Veränderungen spielt die Ausdehnung wirtschaftlicher Aktivitäten in die Nacht in Richtung auf eine rund‐um‐die‐Uhr aktive Gesellschaft eine zentrale Rolle, deren wesentliche Voraussetzung die Verfügbarkeit künstlicher Beleuchtung ist.

Bearbeiterin ist Merle Pottharst
Leiter des Teilprojekts ist Prof. Dr. Dietrich Henckel

Im Rahmen der Teilprojekte TP04 und TP05 wurde in drei Untersuchungsräumen begleitend zur Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung auf LED eine Bewohnerbefragung durchgeführt. Dabei wird untersucht, wie künstliches Licht und Dunkelheit wahrgenommen und wie deren Funktionen bewertet werden. Darüber hinaus wird der Umrüstungsprozess selbst untersucht.

Bearbeitung: Anja Besecke und Robert Hänsch.