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Rückblick auf die ALAN Konferenz 2013

Einer der Plenarsprecherinnen, Dr. Karolina M. Zielinska–Dabkowska, veröffentlicht Ihre Eindrücke zu den Events während der ALAN Konferenz. Artikel auf Englisch.

Lange Nacht der Wissenschaft

Mit dem Verlust der Nacht Film, der Wanderausstellung und einem Gestenspiel am 10. Mai 2014!

Neue Publikation aus Verlust der Nacht!

Einfluss von künstlicher Beleuchtung auf die Driftbewegung von Gammarus.

Neue Publikation bei Verlust der Nacht

Lichtverschmutzung behindert Waldverjüngung in den Tropen - frucht fressende Fledermaus meidet Futteraufnahme in beleuchtete Habitaten!

IDA Dark Sky Defender Award 2013

Verlust der Nacht hat für die ALAN 2013 Konferenz die Auszeichnung von der Internationalen Dark-Sky Association erhalten!

Termine
< April 2014 >
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TP08: Einfluss von Lichtverschmutzung auf eine obligat nachtaktive Säugetiergruppe (Fledermäuse)


Im Teilprojekt 08 werden am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) die Auswirkungen der Lichtverschmutzung auf das Verhalten von Fledermäusen untersucht. Außerdem studieren wir wie sich möglicherweise Nahrungsnetze durch erhöhten Jagdruck auf Insekten an Straßenlampen verschieben.



Heimische Fledermäuse ernähren sich hauptsächlich von Insekten. Da viele Insekten von künstlichen Lichtquellen angelockt werden, stellen sie eine große, mit geringem Aufwand zu erbeutende Ressource dar. Allerdings meiden einige Fledermausarten vermutlich den Schein von Straßenlampen, so dass sich dort das lokale Spektrum an Fledermausarten verschieben könnte. Es stellt sich außerdem die Frage, ob Lichtverschmutzung an Quartieren Fledermäuse erst später am Abend ausfliegen lässt und somit einen negativen Einfluss auf die körperliche Verfassung der Tiere sowie auf die Eignung von Quartieren für Fledermäuse hat. Möglicherweise können solche negativen Folgen jedoch durch innovative Lichtquellen und Beleuchtungskonzepte reduziert werden.

Künstliches Licht lockt nur bestimmte Insektengruppen wie zum Beispiel Nachtfalter an und stößt andere ab. Der selektiv erhöhte Jagddruck von Fledermäusen und anderen Prädatoren wie Spinnen an Straßenlampen könnte sich auf Insektenpopulationen und somit auf ganze Nahrungsnetze auswirken. Deshalb wollen wir in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) auch untersuchen, in wie fern sich Nahrungsnetze in beleuchteten und unbeleuchteten Landschaften unterscheiden und ob sich eventuelle Unterschiede durch den selektiven Jagdruck an Straßenlaternen erklären lassen.

Bearbeiter ist Daniel Lewanzik
Leiter des Teilprojekts ist PD Dr. Christian Voigt