Top-Themen

Schutz der Nacht, Tagung in Tutzing 07.-09.11.2014

In der Veranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing in Kooperation mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Forschungsverbund 'Verlust der Nacht' gibt es Überblicke über Grundlagen und Probleme des Schutzes der Nacht.

VdN Dokumentation

Der Film zum Projekt ist jetzt online! Verlust der Nacht wird in 20 Minuten eindrucksvoll von Anja Freyhoff und Thomas Uhlmann dargestellt.

ALAN 2014

Artificial Light at Night (ALAN) Conference Second Annual Conference, 02 - 04/09/2014, Leicester, UK

Rückblick auf die ALAN Konferenz 2013

Einer der Plenarsprecherinnen, Dr. Karolina M. Zielinska–Dabkowska, veröffentlicht Ihre Eindrücke zu den Events während der ALAN Konferenz. Artikel auf Englisch.

Neue Publikation bei Verlust der Nacht

Lichtverschmutzung behindert Waldverjüngung in den Tropen - frucht fressende Fledermaus meidet Futteraufnahme in beleuchtete Habitaten!

Termine
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Ökologie

Aktivitäten in der Nacht
Rund 30 Prozent aller Wirbeltiere und mehr als 60 Prozent aller Wirbellosen sind nachtaktiv. Der direkte Einfluss einer Leuchtquelle auf Organismen kann bei ihnen Verhaltensänderungen wie Desorientierung, Anlockung, Erstarrung oder Abschreckung bewirken. Dies kann sich wiederum auf tägliche oder jahreszeitliche Wanderungen, die Nahrungsaufnahme, Kommunikation und Fortpflanzung auswirken. Insekten können beispielsweise durch Straßenlaternen irritiert werden. Die Insekten verenden dann zumeist durch Verletzungen oder Erschöpfung an den Laternen. Individuen, welche der Irritation durch das Licht entkommen verbrauchen unnötige Energie und Zeit, überlebensnotwendige Voraussetzungen für Paarung und Nahrungsaufnahme. Auf diese Weise gehen große Insektenmengen für Säugetiere, Fische oder Vögel als Nahrungsquelle verloren. Es gibt auch Organismen, wie Spinnen oder Fledermäuse, die sich die Insektenansammlungen an Straßenlaternen zu Nutze machen.

Evolutionäre Folgen des Lichts

So kommt es zu einer Artenverschiebung, denn durch die Benachteiligung der Einen und die Bevorzugung der Anderen wird das natürliche Gleichgewicht gestört. Populationen werden geschwächt und manchmal entstehen sogar Lücken, in denen sich fremde Arten etablieren können. Diese breiten sich häufig übermäßig aus, da sie keine natürlichen Fressfeinde haben. Zudem sind auch evolutionäre Folgen der rapiden Veränderung der Nachtlandschaft auf Organismen zu erwarten. Es gibt Arten, die sich möglicherweise evolutionär an die neue Lichtsituation anpassen oder dies bereits getan haben.