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Neues Band in der Schriftenreihe VdN erschienen

Das 7. Band der VdN Reihe ist erschienen: Verbreitung und Verwendung von Lichtmasterplänen in Großstädten im deutschsprachigen Raum. Von Ines Küster.

ALAN-Konferenzserie

ALAN 4 war ein voller Erfolg! Über 100 Teilnehmer aus 26 Ländern und vier Kontinenten konferierten zum Thema Licht und Auswirkungen auf Mensch, Gesellschaft und Umwelt. Die nächste ALAN Konferenz wird im November 2018 in Utah, USA, stattfinden.

Himmelshelligkeitsdaten für Bürger

Auf der neuen Webseite myskyatnight.com können die Daten der App Messungen eingesehen werden

Wanderausstellung

Unsere Wanderausstellung mit insgesamt 15 Postern ist ausleihbar!

Verlust der Nacht App

Die App 'Verlust der Nacht' lädt zum Mitmachen ein. Wieviele Sterne kann man zählen? Hier kann man mithelfen, diese Frage wissenschaftlich zu beantworten.

Termine
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Ökologie

Aktivitäten in der Nacht
Rund 30 Prozent aller Wirbeltiere und mehr als 60 Prozent aller Wirbellosen sind nachtaktiv. Der direkte Einfluss einer Leuchtquelle auf Organismen kann bei ihnen Verhaltensänderungen wie Desorientierung, Anlockung, Erstarrung oder Abschreckung bewirken. Dies kann sich wiederum auf tägliche oder jahreszeitliche Wanderungen, die Nahrungsaufnahme, Kommunikation und Fortpflanzung auswirken. Insekten können beispielsweise durch Straßenlaternen irritiert werden. Die Insekten verenden dann zumeist durch Verletzungen oder Erschöpfung an den Laternen. Individuen, welche der Irritation durch das Licht entkommen verbrauchen unnötige Energie und Zeit, überlebensnotwendige Voraussetzungen für Paarung und Nahrungsaufnahme. Auf diese Weise gehen große Insektenmengen für Säugetiere, Fische oder Vögel als Nahrungsquelle verloren. Es gibt auch Organismen, wie Spinnen oder Fledermäuse, die sich die Insektenansammlungen an Straßenlaternen zu Nutze machen.

Evolutionäre Folgen des Lichts

So kommt es zu einer Artenverschiebung, denn durch die Benachteiligung der Einen und die Bevorzugung der Anderen wird das natürliche Gleichgewicht gestört. Populationen werden geschwächt und manchmal entstehen sogar Lücken, in denen sich fremde Arten etablieren können. Diese breiten sich häufig übermäßig aus, da sie keine natürlichen Fressfeinde haben. Zudem sind auch evolutionäre Folgen der rapiden Veränderung der Nachtlandschaft auf Organismen zu erwarten. Es gibt Arten, die sich möglicherweise evolutionär an die neue Lichtsituation anpassen oder dies bereits getan haben.