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Zeitraffer Videos zeigen die Veränderungen durch künstliches Licht während der Nacht an drei Standorten in Berlin.

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TP04: Von Beleuchtung zu Erleuchtung?

Eine politische Situationsanalyse zur Minimierung der Lichtverschmutzung in Berlin‐Brandenburg

Das Teilprojekt 04 wird am Leibniz-Institut für Regionalentwicklúng und Srukturplanung (IRS) sowie am
Institut für Stadt- und Regionalplanung (ISR) der Technische Universität Berlin druchgeführt. Es untersucht die gesellschaftlichen und politischen Voraussetzungen und Handlungsmöglichkeiten für eine Reduzierung der Lichtverschmutzung in der Region Berlin-Brandenburg.

Dafür sind auf der einen Seite genaue Kenntnisse über die gesellschaftlichen Funktionen des künstlichen Lichts und die damit verbundenen Interessenslagen verschiedener Akteursgruppen erforderlich. Auf der anderen Seite kann eine genaue Untersuchung der bestehenden institutionellen Regelungen Auskunft über Handlungsmöglichkeiten geben.

Anhand einer detaillierten Akteursanalyse sollen Informationen darüber gewonnen werden, wie verschiedene Akteure öffentliche Beleuchtung wahrnehmen und bewerten, abhängig von ihren Interessen und Bedürfnissen. Dabei soll vor allem der Frage nachgegangen werden, ob und welche Probleme im Zusammenhang mit künstlicher Beleuchtung wahrgenommen werden und welche Bereitschaft besteht, Lichtverschmutzung langfristig zu reduzieren. Sowohl Gestalter künstlicher Beleuchtung (Leuchtenhersteller, Energieversorger, Investoren, Stadtplaner, Architekten etc.), als auch Kritiker (Umweltgruppen, Ökologen, Anwohner, Hobby-Astronomen etc.) sind Gegenstand der Untersuchung.

Über die Akteursanalyse hinaus beschäftigt sich das Teilprojekt mit der Frage, wie künstliches Licht im öffentlichen Raum institutionell geregelt wird. Das umfasst sowohl Vorschriften und Normen wie bau- und naturschutzrechtliche Regelungen, als auch Organisations- und Finanzierungsformen.

Ziel der Untersuchungen im TP04 ist es, festzustellen, inwieweit gemeinsame Interessenslagen oder Bündnisse in der Region Berlin-Brandenburg erkennbar sind, und welche institutionellen Handlungsmöglichkeiten bestehen, um eine Trendwende zugunsten ökologisch und gesundheitlich verträglicher Beleuchtungssysteme zu bewirken. Die Arbeitsschritte und die Auswertung der Ergebnisse erfolgen in enger Absprache mit dem kultur- und umweltgeschichtlichen TP03 und dem TP05, in dem die Kosten des Verlusts der Nacht behandelt werden.

Bearbeiterin ist Katharina Krause und Josiane Meier
Leiter des Teilprojekts ist Dr. Timothy Moss

Im Rahmen der Teilprojekte TP04 und TP05 wurde in drei Untersuchungsräumen begleitend zur Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung auf LED eine Bewohnerbefragung durchgeführt. Dabei wird untersucht, wie künstliches Licht und Dunkelheit wahrgenommen und wie deren Funktionen bewertet werden. Darüber hinaus wird der Umrüstungsprozess selbst untersucht.

Bearbeitung: Anja Besecke und Robert Hänsch.