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Verlust der Nacht App

Die App 'Verlust der Nacht' lädt zum Mitmachen ein. Wieviele Sterne kann man zählen? Hier kann man mithelfen, diese Frage wissenschaftlich zu beantworten.

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Zeitraffer Videos zeigen die Veränderungen durch künstliches Licht während der Nacht an drei Standorten in Berlin.

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TP10: Die Auswirkung von Lichtverschmutzung auf die Evolutionsökologie von Stechmücken und Tanzmücken


In lauen Sommernächten sieht man häufig Schwärme von Tanzmücken oder hört das Summen einer vorbei fliegenden Stechmücke. Steht das Fenster offen, ist es möglich, dass sie auf eine Stippvisite hereinkommen.
Natürlich kennt man das Bild von Insekten die nachts die Straßenlaternen umschwirren, doch gilt dies wirklich in gleichem Maße für Mücken? Stech- und Tanzmücken spielen in Süßwasser-Ökosystemen eine wesentliche Rolle. Werden sie von Licht angezogen, oder vielleicht sogar abgestoßen? Wirken sich unterschiedliche Lichtquellen auch verschieden aus? Gibt es art- oder geschlechtsspezifische Unterschiede? Oder verändert sich bei andauernder Beleuchtung möglicherweise das Nahrungsspektrum? Über all dies weiß man noch sehr wenig.

Im Rahmen des Teilprojekts 10 wollen wir uns am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) einer Beantwortung dieser Fragen annähern. Hierbei sollen sowohl kurzfristige als auch langfristige Auswirkungen auf die Mücken analysiert werden. Kurzfristige Auswirkungen könnten z.B. Veränderungen des Reproduktionserfolges sein, während langfristig eine genetische Anpassung an beleuchtete Habitate denkbar wäre. Letzteres soll vorrangig an Stadtmücken (Integrationsprojekt Kommune) untersucht werden. Die Auswirkungen auf das Ökosystem sollen in Feldversuchen (Integrationsprojekt Feld) analysiert werden.

Innerhalb der Integrationsprojekte sollen die Ergebnisse aller Teilprojekte zusammen gefasst werden und so zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen nächtlicher Beleuchtung beitragen. Dafür kooperiert das IGB eng mit der Technischen Universität Berlin, dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) sowie dem Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

Bearbeiterin ist Ann-Christin Honnen
Leiter des Teilprojekts ist Dr. Michael Monaghan