Top-Themen

ALAN 2014

Artificial Light at Night (ALAN) Conference Second Annual Conference, 02 - 04/09/2014, Leicester, UK

Rückblick auf die ALAN Konferenz 2013

Einer der Plenarsprecherinnen, Dr. Karolina M. Zielinska–Dabkowska, veröffentlicht Ihre Eindrücke zu den Events während der ALAN Konferenz. Artikel auf Englisch.

Neue Publikation bei Verlust der Nacht

Lichtverschmutzung behindert Waldverjüngung in den Tropen - frucht fressende Fledermaus meidet Futteraufnahme in beleuchtete Habitaten!

IDA Dark Sky Defender Award 2013

Verlust der Nacht hat für die ALAN 2013 Konferenz die Auszeichnung von der Internationalen Dark-Sky Association erhalten!

Loss of the Night Network (LONNE)

Verlust der Nacht ist auch auf Europäischer Ebene vernetzt

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TP10: Die Auswirkung von Lichtverschmutzung auf die Evolutionsökologie von Stechmücken und Tanzmücken


In lauen Sommernächten sieht man häufig Schwärme von Tanzmücken oder hört das Summen einer vorbei fliegenden Stechmücke. Steht das Fenster offen, ist es möglich, dass sie auf eine Stippvisite hereinkommen.
Natürlich kennt man das Bild von Insekten die nachts die Straßenlaternen umschwirren, doch gilt dies wirklich in gleichem Maße für Mücken? Stech- und Tanzmücken spielen in Süßwasser-Ökosystemen eine wesentliche Rolle. Werden sie von Licht angezogen, oder vielleicht sogar abgestoßen? Wirken sich unterschiedliche Lichtquellen auch verschieden aus? Gibt es art- oder geschlechtsspezifische Unterschiede? Oder verändert sich bei andauernder Beleuchtung möglicherweise das Nahrungsspektrum? Über all dies weiß man noch sehr wenig.

Im Rahmen des Teilprojekts 10 wollen wir uns am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) einer Beantwortung dieser Fragen annähern. Hierbei sollen sowohl kurzfristige als auch langfristige Auswirkungen auf die Mücken analysiert werden. Kurzfristige Auswirkungen könnten z.B. Veränderungen des Reproduktionserfolges sein, während langfristig eine genetische Anpassung an beleuchtete Habitate denkbar wäre. Letzteres soll vorrangig an Stadtmücken (Integrationsprojekt Kommune) untersucht werden. Die Auswirkungen auf das Ökosystem sollen in Feldversuchen (Integrationsprojekt Feld) analysiert werden.

Innerhalb der Integrationsprojekte sollen die Ergebnisse aller Teilprojekte zusammen gefasst werden und so zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen nächtlicher Beleuchtung beitragen. Dafür kooperiert das IGB eng mit der Technischen Universität Berlin, dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) sowie dem Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ).

Bearbeiterin ist Ann-Christin Honnen
Leiter des Teilprojekts ist Dr. Michael Monaghan